Der Badenligist 1844 Freiburg konnte auch seine zweite Rückrundenpartie beim TB Wilferdingen hauchdünn mit 9:7 für sich entscheiden und hat damit einen riesengroßen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Die Gastgeber, die nur mit einer ihrer zwei Neuverpflichtungen antraten, boten dabei von Beginn an heftigste Gegenwehr und verlangten den Breisgauer alles ab. Auf die Freiburger Doppel Lingert/Werner und Siegele/Wielant war erneut Verlass, den 2:1 Vorsprung konnte das mittlere Paarkreuz nach jeweiligen Punkteilungen im vorderen und hinteren Paarkreuz zum zwischenzeitlichen 6:3 ausbauen. All dies sollte jedoch nur Vorgeplänkel gewesen sein, im Vergleich zu dem, was kommen sollte.
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Ein Spannungsbogen, wie ihn Alfred Hitchcock nicht besser hätte schreiben können, baute sich auf, jedes der nachfolgenden Einzel überbot seinen Vorgänger noch mal in Dramatik und Intensität. Lingert musste dem bärenstarken Vaverka nach fünf hochklassigen Sätzen als Verlierer die Hand schütteln, Werner konnte jedoch durch den 3:2-Erfolg über Mujdrica den Vorsprung verteidigen. Gleiches gelang Siegele nach den verschlafenen ersten beiden Durchgängen und furioser Aufholjagd gegen Trin Doh, nachdem zuvor Kühnle trotz 17:15-Erfolg im vierten und 4:1-Führung im fünften Satz den Tisch gegen Bednár nicht als Sieger verlassen konnte. Hinten spielte Wielant zwar nicht schlecht, musste aber die Stärke seines Kontrahenten anerkennen, Ersatzmann Gebhard Beck fand nach Startschwierigkeiten gegen Stoll immer besser in die Partie, erzwang den fünften Satz und wehrte zwei Matchbälle erfolgreich ab, musste sich aber dennoch mit 10:12 geschlagen geben. Als ob das alles nicht schon genug Dramatik gewesen sein sollte, das i-Tüpfelchen sollte noch folgen. Im Schlussdoppel Vaverka/Mujdrica gegen Lingert/Werner wechselte die Führung ständig, kein Duo konnte sich einen entscheidenden Vorsprung erspielen. Die logische Konsequenz: fünfter Satz. Hier erwischten die routinierten Gäste den besseren Start, führten bereits mit 4:1. Doch das 1844-Duo steckte nie auf, kam nach der Auszeit noch einmal heran, musste aber den erneuten 6:9-Rückstand hinnehmen. Auch diesen konnten sie mit spektakulären Ballwechseln und dem nötigen Quäntchen Glück auf ihrer Seite noch umdrehen, hatten selbst bei 10:9 den ersten Matchball und machten mit dem zweiten zum 12:10 den Mannschaftserfolg perfekt.