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1844 Freiburg – TG Eggenstein 7:9

Nach vierstündigem Kampf gegen den haushohen Favoriten und nach wie vor verlustpunktfreien Spitzenreiter TG Eggenstein standen die 1844- Cracks am Ende mit leeren Händen da. 7:9 lautet das bittere Resultat - dass die Freiburger mehr verdient gehabt hätten belegt das Satzverhältnis, welches trotz der Niederlage mit 32:30 für 1844 spricht.


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1844 startete gut, ging nach jeweils klaren 3:0-Erfolgen von Lingert/Werner und Loth/Siegele mit einer 2:1-Führung aus den Doppeln, die der überragende Eugen Lingert souverän ausbaute. Till Werner und Steffen Kühnle konnten zahlreiche Chancen nicht nutzen und mussten den 3:3-Ausgleich hinnehmen. Jakob Loth spielte furios auf, dominierte zweieinhalb Sätze gegen Marcus Balke, schien dann aber an der eigenen Courage zu scheitern, ehe er nach bereits vier selbst vergebenen und einem abgewehrten Matchball doch noch jubeln konnte. Daniel Siegel hielt den 13-jährigen Daniel Eberewein sicher in Schach, tragisch dann fast schon die Partie von Jan Wielant gegen Peter Baumgartner: Ständig wechselte die Führung, ehe Jan Wielant die Partie im Entscheidungssatz scheinbar in den Griff bekam, bei 10:7 nur noch hauchdünn vor der möglichen 6:3-Führung stand, sich aber nach dramatischen Szenen noch mit 17:15 geschlagen geben musste. Eugen Lingert zeigte mit Abstand seine beste Saisonleistung, spielte traumhaftes Tischtennis und hatte mit Bernd Griesinger, letztes Jahr noch unter den besten drei Spielern der Liga, keine Mühe. Die nächste bittere Niederlage kassierte Till Werner erneut nach fünf Sätzen gegen Martin Knoll. Auch er kam nach und nach immer besser in die Partie, dominierte im Entscheidungssatz, konnte das Spiel aber nicht nach Hause bringen. Doch damit nicht genug, Steffen Kühnle ereilte ähnliches Schicksal, nach den klar verlorenen ersten beiden Durchgängen konnte er sich steigern, die Sätze drei und vier knapp für sich entscheiden, um dann im fünften doch noch den Kürzeren zu ziehen. Jakob Loth spielte tolles Tischtennis gegen Manfred Scholdt, der aber wie im Rausch aufspielte und immer die bessere Antwort aus dem Hut zauberte, so dass sich die Freiburger plötzlich mit 6:7 im Rückstand befanden. Auch Daniel Siegel spielte keineswegs schlecht, nutzte aber auch seine Möglichkeiten nicht und verlor in vier knappen Sätzen. Positiv ist, dass Jan Wielant trotz seines bitteren ersten Einzel und dem immensen Druck der beim Stand von 6:8 vor dem Spiel gegen den jungen Eberwein als einer der wenigen im 1844-Dress die Nerven behielt und sicher den siebten Punkt erspielte. Im Schlussdoppel versuchten Lingert und Werner noch einmal alles die zahlreichen ungenutzten Chancen vergessen zu machen, konnten aber gegen das starke Eggensteiner Duo Griesinger und Knoll nichts ausrichten.

Scheint so, als hätte der Aufsteiger in seiner ersten Badenligasaison Lehrgeld bezahlt und sich die Erfahrung und mentale Stärke einer langjährigen Spitzenmannschaft durchgesetzt. Enttäuschend natürlich, dennoch überwiegen die positiven Aspekte: In dieser Form braucht sich 1844 vor keiner Mannschaft der Liga zu verstecken und wird genug Punkte sammeln, um sich von der Abstiegszone fernzuhalten.




seit 02.11.2006