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1844 Freiburg gewinnt „Vier-Punkte-Spiel“ gegen TTG EK Oftersheim

Großer Jubel und Erleichterung herrschte unter den 1844-Anhängern nach Spielschluss gegen den TTG EK Oftersheim in der Sporthalle der Clara-Grunwald-Schule. Mit 9:4 entschieden die Freiburger das „Vier-Punkte-Spiel“ gegen den Mitabstiegskonkurrenten Oftersheim für sich und brachten den ersten Badenligasieg unter Dach und Fach. 9:4 liest sich zwar deutlich, zeigt auch die Überlegenheit Freiburger Turnerschaft auf, überdeckt aber die Schwierigkeiten, die die Anspannung in einem solchen Abstiegskrimi mit sich bringt. Schon in den Doppeln startete 1844 nervös, Lingert/Werner gewannen mit viel Glück den ersten Satz gegen Förster/Gericke, ehe sich der Knoten ein wenig lockerte, von platzen kann keine Rede sein. Kühnle/Wielant waren gegen das Einserdoppel S.Berlinghof/Weidenauer chancenlos, Loth/Siegele hatten ähnliche Startschwierigkeiten, steigerten sich aber nach verlorenem ersten Satz zum verdienten Viersatzerfolg. Die 2:1-Führung konnte Lingert zwar ohne Satzverlust gegen Förster ausbauen, spielte aber keineswegs befreit auf, leistete sich ungewohnte Fehler, war aber bei den Big-Points voll da. Dies konnte man von Werner gegen Stefan Berlinghof nicht behaupten, ebenfalls viel Kampf und Krampf, wenig spielerisch überzeugende Aktionen, und in jedem Satz mindestens ein nicht genutzter Satzball besiegelten die 0:3-Niederlage. Viel besser machte es das mittlere Paarkreuz in Person von Kühnle und Loth, sie zeigten, ebenso wie Siegele gegen Ersatzmann Gericke im hinteren Paarkreuz, souveräne Vorstellungen und holten wichtige Zähler zur zwischenzeitlichen 6:2-Führung.

Wielant konnte nicht ganz an seine Form der Vorwoche anknüpfen und verlor trotz zahlreicher Möglichkeiten gegen Keller in vier Sätzen. Die im Anschluss folgenden Spitzeneinzel von Lingert gegen S. Berlinghof und Werner gegen Förster, die beide im Entscheidungssatz gewonnen werden konnten, waren eminent wichtig für den Gesamtsieg. Es schien fast so als ob sich die Geschichte wiederholt, Lingert dominierte die ersten zwei Sätze, hatte jeweils mehrere Satzbälle in Serie, verlor aber wie schon Werner zuvor die ersten beiden Sätze. Was folgte war eine mental starke Reaktion, Lingert kämpfte sich zurück, schaffte den 2:2-Ausgleich und ließ sich auch von einem 2:6-Rückstand im fünften Satz nicht aus der Ruhe bringen. Werner sah auch gegen Förster nicht gut aus, versuchte viel, fand aber nicht zu seinem Spiel. Auch er schaffte nach 1:2-Rückstand die Wende im mentale Bereich und ließ seinem Gegner im vierten und fünften Durchgang keine Chance mehr. So ließ sich auch die Fünfsatzniederlage von Steffen Kühnle, der seinerseits schon 5:1 im Entscheidungssatz führte, verschmerzen, da der 15-jährige Jakob Loth sich trotz Erkältung, wie schon im ersten Einzel, stark präsentierte und den wichtigen neunten Siegpunkt souverän erspielte.

1844 Freiburg – TTG EK Oftersheim 9:4 (30:21)

Lingert/Werner – Förster/Gericke 3:0, Kühnle/Wielant – S. Berlinghof/Weidenauer 0:3, Loth/Siegele – T. Berlingof – Keller 3:1, Lingert – Förster 3:0, Werner – S. Berlinghof 0:3, Kühnle – T. Berlinghof 3:1, Loth – Weidenauer 3:1, Siegele – Gericke 3:1, Wielant – Keller 1:3, Lingert – S. Berlinghof 3:2, Werner – Förster 3:2, Kühnle – Weidenauer 2:3, Loth – T. Berlinghof 3:1.




seit 02.11.2006