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Badenliga 17. Spieltag
TV Bad Rappenau - 1844 Freiburg 8:8 (31:34)
Viereinhalbstunden mühten sich beide Mannschaften im Badenligaspitzenspiel des Rangzweiten beim gastgebenden Tabellenführer, um sich letztlich doch schiedlich-friedlich mit 8:8-Unentschieden zu trennen. Dabei trafen im Vergleich zur Vorrunde zwei stark veränderte Mannschaften aufeinander, die Nordbadener mussten auf Aaron Skat-Wenzel und Ralf Neumaier verzichten, bei Freiburg fehlte Jakob Loth und Daniel Siegele. Zu Beginn musste 1844 gleich mehrere Rückschläge auf einmal verkraften: Till Werner und Steffen Kühnle ließen eine 2:0-Satzführung und zahlreiche gute Möglichkeiten im zweiten Doppel gegen Akiode/Hunyar aus, so dass die Breisgauer einem 1:2-Rückstand hinterherliefen. Im vorderen Paarkreuz wurden erwartungsgemäß die Punkte geteilt, im Anschluss standen erneut Werner und Kühnle im Mittelpunkt, dessen Schläger aufgrund von einigen wenigen, fehlenden Gumminoppen am Rand des Belages von der Oberschiedsrichterin nicht für regelkonform befunden wurde. „Streng genommen wurde sicher den Regeln entsprechend gehandelt, vielleicht hätte es ein wenig Fingerspitzengefühl aber auch getan“, so der betroffene Till Werner. Mit fremdem Material ausgestattet mussten beide Freiburger in die folgenden Einzel und verloren jeweils um winzige Nuancen. Während Steffen Kühnle gegen Hagmüller ein bravouröses Spiel ablieferte, jedoch auf der Zielgeraden einknickte, kämpfte der bis dato in der Rückrunde ungeschlagene Till Werner gegen seine Grippe und einen famos aufspielenden Gabriel Tschunko. Als im Anschluss auch Tobias Kern klar gegen Rappnau-Mannschaftsführer Kai Kappe verlor, waren die Freiburger beim 2:6-Zwischenstand gut bedient.

Doch 1844 steckte nicht auf, der 15-jährige Paul Streicher hielt Hunyar in vier Sätzen in Schach, Chepkasov revanchierte sich im Spitzeneinzel gegen Akiode für seine einzige Saisonniederlage obwohl er die ersten beiden Sätze unglücklich in der Verlängerung verlor und auch Lingert und Werner gelangen Viersatzsiege gegen Vajbar bzw. Hagmüller. 6:6, alles war wieder offen und die Dramatik schien in der Folge keine Grenzen zu kennen. Tschunko verwandelte den Matchball zum 11:9 im Entscheidungssatz gegen Steffen Kühnle, der daraufhin seinen fehlenden Killerinstinkt bemängelte, und auch Tobias Kern ließ gegen Hunyar gleich mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt, das Match für sich zu entscheiden. Gut das 1844 seinen Jungstar Paul Streicher hatte, der im Rappenauer Hexenkessel gegen Kappe die Nerven behielt und endlich ein knappes Spiel, ebenfalls 11:9 im fünften Durchgang, für die Freiburger entschied. Das Schlussdoppel musste die Entscheidung fällen, indem Chepkasov/Lingert gegen Akiode/Hunyar keinen Zweifel an ihrer Klasse aufkommen ließen und das verdiente Unentschieden sicherstellten. Somit ist es 1844 als erste Mannschaft geglückt, dem zukünftigen Meister einen Punkt abzuluchsen, was letztlich mehr wog als die vielen verpassten Chancen.
TV Bad Rappenau – 1844 Freiburg 8:8 (31:34)
Akiode/Hunyar – Werner/Kühnle 3:2, Vajbar/Tschunko – Chepkasov/Lingert 0:3, Hagmüller/Kappe – Kern/Streicher 3:0, Akiode – Lingert 3:1, Vajbar – Chepkasov 0:3, Hagmüller – Kühnle 3:2, Tschunko – Werner 3:1, Hunyar – Streicher 1:3, Kappe – Kern 3:0, Akiode – Chepkasov 2:3, Vajbar – Lingert 1:3, Hagmüller – Werner 1:3, Tschunko – Kühnle 3:2, Hunyar – Kern 3:2, Kappe – Streicher 2:3, Akiode/Hunyar – Chepkasov/Lingert 0:3. |