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Badenliga 8. Spieltag

1844 Freiburg - TV Bad Rappenau 4:9 (20:33)

Der ganz große Traum ist damit so gut wie ausgeträumt, die Vorentscheidung im Meisterschaftskampf scheint gefallen zu sein. Zu stark und zu abgezockt präsentierte sich der TV Bad Rappenau im Badenligaspitzenspiel. Klar sind wir etwas enttäuscht, aber so komisch das klingt, dennoch überwiegen die positiven Aspekte.

Als im Sommer klar war, dass Bad Rappenau mit dieser Mannschaft nicht aufsteigen darf, hatte keiner von uns an einen ebenbürtigen Meisterschaftskampf geglaubt. Klar hofften wir, es irgendwie schaffen zu können, doch Geld hätte wohl keiner darauf verwettet. Was uns trotz der Niederlage zufrieden und stolz macht, sind zweierlei Dinge. Erstens die Entwicklung, die wir seit der Saisonvorbereitung genommen haben: nach dem doch teils etwas holprigen ersten Partien wuchs neben dem spielerischen Niveau auch das Selbstvertrauen und vor allem der Glaube daran, gegen die vermeintliche Übermannschaft bestehen zu können. Besonders in den letzten beiden Wochen konnte man förmlich spüren, wie in jeder Trainingseinheit das Selbstvertrauen größer und der Respekt kleiner wurde. Plötzlich ist aus der vagen Hoffnung eine realistische Chance geworden. Der zweite Punkt der die Enttäuschung mindert ist die wohl einmalige Atmosphäre, die unseren tollen Fans gestern auf die Beine gestellt haben. Selbst Konstantin meinte, dass er sowas nicht einmal in der zweiten Liga erlebt hätte. Aber es ist nicht nur das Erlebnis vor solch einer Kulisse spielen zu können, was uns stolz macht, sondern es zeigt uns auch, dass unser eingeschlagener Weg viel Akzeptanz findet und der richtige zu sein scheint. Somit wird uns diese Niederlage auch sicher nicht umwerfen sondern macht uns eher noch stärker, um spätestens nächstes Jahr voll anzugreifen.


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Zum Geschehen an den Platten: Bad Rappenau erspielte sich in den Doppeln fast erwartungsgemäß eine 2:1-Führung, Daniel und Paul präsentierten sich im Dreierdoppel zwar von ihrer besten Seite, Ralf Neumaier und Michael Hagmüller waren aber einen Tick stärker. Den Knackpunkt stellten die folgenden vier Einzel dar. Konstantin reichte eine 2:1-Führung gegen den famos aufspielenden Akiode nicht zum Sieg, Eugen musste ebenfalls um Nuancen im fünften Satz Skat-Wenzel gratulieren, Till vergab mit den drei Satzbällen im ersten Durchgang die Chance auf ein ausgeglicheneres Spiel gegen Ralf Neumaier und Jakob ließ gegen Petr Vajbar bei 15:13 im Entscheidungsatz ganze drei Matchbälle liegen. 1:6, die Vorentscheidung war bereits gefallen. Klar gaben wir uns nicht auf, kämpften dennoch verbissen, doch mit diesem Vorsprung im Rücken hatte der Favorit auch in fremder Halle so viel Sicherheit gewonnen, dass er nichts mehr anbrennen ließ.

1844 Freiburg – TV Bad Rappenau 4:9 (20:33)

Chepkasov/Lingert – Vajbar/Tschunko 3:1, Werner/Loth – Skat-Wenzel/Akiode 0:3, Siegele/Streicher – Neumaier/Hagmüller 1:3, Chepkasov – Akiode 2:3, Lingert – Skat-Wenzel 2:3, Werner – Neumaier 0:3, Loth – Vajbar 2:3, Siegele – Tschunko 3:1, Streicher – Hagmüller 1:3, Chepkasov – Skat-Wenzel 3:2, Lingert – Akiode 0:3, Werner – Vajbar 3:2, Loth – Neumaier 0:3.

Bleibt nur die Gratulation an Bad Rappenau, sie haben sich mit einer starken Mannschaftsleistung verdient in unserem Hexenkessel durchgesetzt. Mit dem fehlenden Quäntchen Glück allein sind die knappen Einzelniederlagen zu Beginn nicht zu erklären, Bad Rappenau war einen Tick reifer und abgezockter und steht somit zurecht an der Tabellenspitze. Wir sind dennoch zufrieden, sowohl mit der gezeigten Leistung als auch mit dem gesamten Prozess, den wir seit Saisonbeginn durchgemacht haben. Nochmals vielen Dank an unsere tollen Zuschauer, die aus einem schlichten Badenligaspiel ein so einmaliges Erlebnis gemacht haben!

Eure erste Mannschaft

Konstantin, Eugen, Till, Jakob, Daniel, Paul




seit 02.11.2006